Geselliger Austausch im Foyer

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Netzwerken auf Japanisch: Pecha Kucha ist schnell und unterhaltsam
Beim „Pecha Kucha Abend“ haben die Wirtschaftsjunioren Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern eine neue Vortragstechnik ausprobiert. Dazu trafen sich die Junioren bei bright! Events & exhibitions in Maintal. Das Wort „Pecha Kucha“ kommt aus dem Japanischen und ist ein lautmalerischer Begriff. Er beschreibt die Geräusche, die bei gleichzeitigen Gesprächen von vielen Menschen entstehen. Pecha Kucha wurde in Tokio 2003 erstmals verwendet. Dabei werden 20 Folien in einem festen Zeitrhythmus präsentiert, der Vortragende hat dabei 6 Minuten Zeit.

Die Vorteile dieser Technik liegen in der kurzweiligen, prägnanten Präsentation, die langatmige Vorträge unmöglich macht. Außerdem ergeben sich dabei unterhaltsame und unerwartete Situationen, die so einen Netzwerkabend zusätzlich auflockern. Insgesamt präsentierten sechs Unternehmen im Pecha-Kucha-Stil, unter anderem aus den Branchen Eventmanagement, Chemie, Social Media Marketing und App-Entwicklung. Nach den Vorträgen gab es Zeit für Feedback und Fragen rund um den Vortrag. Im Anschluss wurde bei Snacks noch bis spät in den Abend diskutiert und genetzwerkt. Die Wirtschaftsjunioren wollen dieses Format auch in Zukunft wieder für Mitglieder und Interessenten anbieten.

Die Gruppe lauscht dem Vortrag

Wirtschaftsjunioren bekennen sich klar zur Demokratie
Am Aschermittwoch trafen sich die Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern WJ im Hofbrauhaus Steinheim zum traditionellen Heringsessen. Gemeinsam mit Gästen und Interessenten kamen sie nicht nur zusammen, um leckeren Hering zu essen, sondern auch, um auf die Wirtschaft und die Politik, auf den Main-Kinzig-Kreis und hinaus in die Welt zu schauen. In seiner Ansprache setzte Sprecher Kolja Erdmann ein klares Zeichen für Demokratie und forderte mehr Engagement und weniger Jammern.

Der Politische Aschermittwoch hat Tradition. Auch bei den Wirtschaftsjunioren. Dieses Jahr wandte sich WJ Hanau Sprecher Kolja Erdmann mit emotionalen Worten an die Mitglieder und Gäste: „Einerseits geht es uns gut. Wir haben Wasser ohne Bakterien und wir können beim Essen aus Nahrungsmitteln aus allen Kontinenten wählen. Aber wir haben Probleme: in Bildung, bei Pflege, im Gesundheitssystem, bei Gerechtigkeit. Wenn wir daran nicht arbeiten, verlieren wir, was wir mit der Demokratie schon Großartiges erreicht haben. Und dann gibt es so viel Wut. Auf der Straße demonstrieren wütende Menschen, die sich abgehängt fühlen. Wut aufs Klima, Wut auf‚ die da oben‘. Ich denke, dass sich diese Menschen ohnmächtig fühlen und dass sie den Eindruck haben, nichts ändern zu können. Aber dieses Schimpfen auf die Politik nützt niemanden, denn Politik ist nicht ‚die da oben‘, sondern das sind wir alle.

Wir müssen raus kommen aus dem Jammern und Klagen. Tut etwas, engagiert Euch! Überlasst nicht das Feld denen, die alles schlecht machen, aber keine Lösung haben. Geht in die Politik, schließt euch Netzwerken an, mischt Euch ein. Nur so können wir etwas bewegen.“

Auch Michael Hoffmann, Mitglied der Wirtschaftsjunioren und Vizepräsident der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, meldete sich mit einem persönlichen Statement zu Wort: „Die Wähler bestimmen die Zusammensetzung unserer politischen Landschaft. Und hier sehe ich unsere Aufgabe: Wir müssen als aktiver Teil der Gesellschaft damit beginnen, den passiven Teil aufzuklären, in Diskussion zu gehen und diese nicht zu scheuen. Nur so stärken wir die Demokratie. Denn Aufklärung ist der Schlüssel für den Erfolg.“ Gerade nach den Ereignissen in Hanau beziehen die Junioren damit klar Stellung für Demokratie und für das Miteinander in einer freien Gesellschaft.

Über diese Themen wurde noch bis spät in den Abend hinein diskutiert, denn diesmal folgten besonders viele Gäste und Junioren der Einladung. Am Abend gab es auch eine Ehrung für besonderes Engagement. Anne Lamberts, Vorstandsmitglied der WJ Hanau, wurde für ihren Einsatz für die Junioren, für besonderes Engagement im internationalen Austausch und für die Stärkung der Demokratie durch WJ-Projekte mit der Silbernen Juniorennadel ausgezeichnet.

Wirtschaftsjunioren trauern nach rassistischem Anschlag in Hanau
„Wir haben einen Abend erlebt, wie man ihn sich nicht schlimmer vorstellen kann,“ so Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky zu den tragischen Ereignissen in der Nacht zu Donnerstag, den 19. Februar, an deren Ende elf Menschenleben zu beklagen sind. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien,“ so der OB und versichert: „All diejenigen in unserer Stadt, die aus anderen Kulturkreisen oder Ländern stammen, können sich darauf verlassen, dass wir an ihrer Seite stehen. Nach einer Zeit der Trauer und des gemeinsamen Aufarbeitens bleiben wir so beieinander wie es in Hanau in Jahrhunderten gewachsen ist. Dieses gewachsene Miteinander lassen wir durch keine noch so irre Tat in Frage stellen oder gar zerstören.“

Auch wir Hanauer Wirschaftsjunioren sind schockiert und fassungslos, dass so eine Tat verübt wurde. Denn wir wollen mit unserem ehrenamtlichen Engagement Menschen zusammenbringen, Vorurteile abbauen und gemeinsam neue Projekte umsetzen. Im Team, in der Gemeinschaft. Wir setzen uns dafür ein, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und im weltweiten Netzwerk der Junioren ein Zuhause finden können. Deshalb stehen wir zusammen.
Unsere Gedanken sind bei den Opfern dieser schrecklichen Tat und ihren Familien. Und wir wünschen uns, dass wir gemeinsam dazu beitragen können, mehr Zusammenhalt und Toleranz in unsere Gesellschaft zu tragen.

Blumen und Kerzen am Brüder Grimm Denkmal, anlässlich des 19. Februar. #hanaustehtzusammen

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